Mehr Rendite für Hoteliers und Hotelbetreiber

Diese 3 unverzichtbaren Maßnahmen helfen Ihnen, mehr aus Ihrem Hotel herauszuholen

27. Juli 2021 – Mathias Trebbin

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Als Hotelier und Hotelbetreiber beobachten Sie die anziehenden Buchungen und freuen sich, dass es nach der verdammt langen Pandemie endlich wieder aufwärts geht. Sie reaktivieren Ihr Hotelteam aus dem Zustand der Arbeitslosigkeit. In den Zimmern wird geputzt, im Restaurant wird eingedeckt, die Küchen-Crew beginnt mit dem Mise en Place. Dennoch haben Sie schlaflose Nächte. Auf einmal haben Sie ein Problem, von dem Sie vorher nicht wussten, dass Sie es jemals haben werden. 

Die neue Bedrohung für Sie ist die Gewissheit über die Unsicherheit hinsichtlich der Zukunft von Ihnen, Ihrem Hotel und Ihrem Team. Derzeit steigt zusätzlich zu Ihrem RevPAR auch der Inzidenzwert und die Regierung bereitet uns auf eine 4. Welle vor. Hotelbetreibergesellschaften mussten bereits Insolvenz anmelden. Hinzu kommt ein Preiskampf mit Ihren Mitbewerbern und eine schwer planbare Nachfrageprognose.

Während Sie noch zufrieden über die steigenden Buchungszahlen sind und den RevPAR nicht aus den Augen lassen, vergessen Sie, dass Cash immer noch King ist und der Hoteleigentümer mehr als einen steigenden RevPAR sehen will. 

Wenn die Ansichten von Hotelbetreiber und Eigentümer abweichen

Infolge des veränderten Reiseverhaltens und des erbitterten Wettbewerbs wird die Zusammenarbeit zwischen Eigentümern und Betreibern eines Hotels immer anspruchsvoller. Das Motiv für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit liegt klar auf der Hand – eine Partei besitzt eine Immobilie und die andere weiß, wie man ein Hotelprodukt liefert. In der Praxis geraten die Interessen von Eigentümern und Betreibern jedoch leicht aus dem Gleichgewicht. Kommt Ihnen das vielleicht sogar bekannt vor?

Eine strengere Prüfung der Geschäftsbeziehungen zwischen Eigentümern und Betreibern ist daher eine logische Folge der Notwendigkeit, die Leistung auf einem wettbewerbsorientierten Reisemarkt und im Hinblick auf den historischen Ausbruch einer Pandemie zu rationalisieren.

Wenn heutzutage Finanzberichte vorgelegt werden, ist es für die Korrektur von Abweichungen zu diesem Zeitpunkt bereits zu spät. Es ist nicht ungewöhnlich, eine Tendenz zu beobachten. Trotz gut gemeinter Ziele verlagert sich die tägliche Routine eines Hotelmanagers oft auf die Bewältigung von Angelegenheiten, die unmittelbar angegangen werden müssen. Diese können jedoch für den Eigentümer zweitrangig sein. Aus einer externen Perspektive ist es schwer zu verstehen, warum die Prioritäten des Managers oft von denen des Eigentümers divergieren.

Hotelbetreiber widmen sich nicht ausreichend zentralen Anforderungen der Umsatzgenerierung

So manche Hotelbetreibergesellschaft erzielt im Rahmen des Hotel Managements keine angemessene Rendite für die Investitionen im Sinne der Hoteleigentümer. Der Fokus fehlt häufig bei den Kernthemen, wie etwa die Einnahmen zu steigern, die Betriebskosten zu senken sowie die Gewinne und den Cashflow zu verbessern. Hierbei wird gerne vergessen, dass Gewinn nicht gleich Cashflow ist.

DIE PANDEMIE IST NOCH NICHT VORBEI !

Vereinbaren Sie noch heute einen Termin mit uns, um Ihr Hotel in den Bereichen Kostensenkung, Finanzgestaltung und Revenue Management fit zu machen.

Hier sind 3 wesentliche Punkte, wo Hotelbetreiber das Beste aus Ihrem Hotelbetrieb herausholen können.

1. Hotelbetreiber müssen mehr Umsatz generieren, um Investitionen profitabel zu machen

Den größten Beitrag zum Betriebsergebnis leisten Hotels durch die Zimmervermietung. Der Gastronomiebereich hingegen erwirtschaftet oft nur einen Bruchteil des Umsatzes oder gar keinen. Dabei wurde massiv in Restaurants, Bars, Salons, Konferenz- und Festsäle sowie in die diversen Großküchen investiert.

Mit einem geschulten Auge lässt sich anhand der Zahlen leicht erkennen, dass sich diese Investitionen nicht auszahlen.

Gerade das Frühstück und die Events bringen zwar viel Geld, aber hier müssen die Hoteliers mehr tun. F&B muss seinen Teil zu den Gemeinkosten beitragen, um die enormen Investitionen auf Dauer zu decken. Wenn die Zimmerbelegung allein die Kosten nicht decken kann und die F&B-Rate zu wünschen übrig lässt, bedeutet das, dass man nicht wirklich Geld verdient.

2. Ein guter RevPAR macht den GOPPAR nicht fett

Seit Jahren ist der RevPAR ( Umsatz pro verfügbarem Zimmer) als zentrale Kennzahl in der Hotellerie fest integriert. Er wird für alle Arten von Benchmarking herangezogen. Steigt der RevPar positiv, dann sind alle Hotelbetreiber sehr zufrieden. Sinkt er, werden die kuriosesten Methoden und Maßnahmen eingesetzt, um ihn steigen zu lassen. Natürlich ist der RevPAR für Hotelbesitzer wichtig, aber für die Rentabilität der Zimmervermietung ist er von untergeordneter Bedeutung. Der GOPPAR ( Brutto Betriebsgewinn pro verfügbarem Zimmer) wiederum ist weitaus aussagekräftiger

Während sich die Hotelbetreiber über den Anstieg des RevPAR freuen, der in den meisten Fällen durch Buchungen über die OTAs verursacht wird, vergessen sie, dass der Preis in Form von Provisionen an die OTAs (in der Regel 18%-30% der Rate) sehr hoch ist. Diese sehr erheblichen Kosten fressen den RevPAR-Zuwachs schnell auf und führen oft gleichzeitig zu einem Rückgang des GOPPAR. 

Hinzu kommt, dass der GOPPAR als Parameter von Revenue Managern teilweise fehlerhaft umgesetzt wird. Ich habe bei mehreren Gelegenheiten beobachtet, dass Kosten wie Miete, Löhne, Marketing und andere Verwaltungskosten in die Berechnung des GOPPAR einbezogen werden. Das ist fehlerhaft, weil diese Kosten in der GuV unter dem GOP erscheinen. Das Ergebnis ist ein viel niedrigerer und eindeutig falscher GOPPAR. Ein gewisses Verständnis von Buchhaltung muss vorausgesetzt werden. 

Die Revenue-Management-Strategie des Hotels sollte eine klare Strategie beinhalten, die sich auf den Beitrag zu den Gemeinkosten pro verfügbarem Zimmer konzentriert. Führen Sie zum Beispiel Treueprogramme ein, um mehr Direktbuchungen zu erhalten und gleichzeitig die OTA-Kosten zu senken. 

3. Prognosen sind wichtiger als ein Budget

Das Hotel Management investiert viele Wochen in die sorgfältige Erstellung eines Budgets für jede Abteilung, welches sich auf das gesamte Hotel hochrechnet. Gewöhnlich muss dies bis Ende November abgeschlossen sein. Allerdings beginnen viele Hotelbetriebsgesellschaften schon im Juli mit der Erstellung des Budgets. Das hat einen einfachen Grund: Sie können das Budget erst dann mit dem Eigentümer teilen, wenn alle Ebenen und Abteilungen zu Wort gekommen sind und ihren Beitrag geliefert haben. Mit Sicherheit immer wieder amüsant sind die Differenzen zwischen dem Vertrieb und der Revenue Management Abteilung.

Mit ein bisschen Glück entspricht das Budget im ersten Quartal annähernd dem tatsächlichen Resultat, doch in den meisten Hotels kommt es im Laufe des Jahres zu erheblichen Abweichungen. 

Wesentlich wichtiger als ein Budget ist ein aktueller Forecast. Was den Eigentümer wirklich interessiert, sind die bisherigen Ergebnisse der jeweiligen Monate im Zusammenhang mit dem zuvor festgelegten Budget und die erwarteten Auswirkungen für den Rest des Jahres, insbesondere die Auswirkungen auf das Endergebnis. Das Budget kann von jeder Abteilung des Hotels nach eigenem Ermessen zusammengeschustert werden. Manche betreiben sogar Sandbagging. Eine Prognose ist in der Regel realistischer als ein Wunschgedanke.

Interessant für die Eigentümer ist außerdem die Bewertung verschiedener Szenarien mittels einer Szenarioanalyse. Dies erlaubt auch eine bessere Einschätzung des Risikos.

Die Lebensdauer einer Hotelanlage kann fast wie eine Ertragskurve betrachtet werden, beginnend mit der Planung und Eröffnung, über die ersten Jahre bis hin zur Stabilisierung, und dann die sorgfältige Pflege der Umsatz- und Gewinnmöglichkeiten auf lange Sicht.

Erbringt das Management Ihres Hotels insgesamt die Art von Rendite, die Sie für akzeptabel halten? Ist das Management in der Lage, Ihr Hotel selbst zu managen, oder könnte die Intervention einer dritten Partei dazu beitragen, die Leistung des Managements zu verbessern und ein in Ihren Augen bereits gutes Managementteam zu einem hervorragenden zu machen?

Mit unserem ganzheitlichen Ansatz zur Optimierung der Hotelleistung helfen wir Ihrem Hotel, bessere Margen zu erzielen, während Sie sich weiterhin auf Ihr Kerngeschäft konzentrieren können. Vereinbaren Sie mit uns eine absolut unverbindliche Beratung, um die Potenziale Ihrer Property zu identifizieren.